VORTRÄGE

VORTRÄGE 2010

Unseren Vorträgen beschäftigen sich mit den aktuellen Veränderungsbewegungen in unserer Gesellschaft. Dabei interessiert uns vor allen Dingen ihre Auswirkungen auf die persönliche Lebensgeschichte von Führungspersönlichkeiten und ihre berufliche Innovationskraft.

07.05. + 10.05.2011: Körper + Emotion. Die Logik der Gefühle als Leitfaden in der  Physiotherapie.

Christiane Windhausen
07.05.2011: Fortbildungszentrum Klagenfurt. Waaggasse 18, A-9020 Klagenfurt. 19 Uhr. Anmeldung: 0043-(0)46355141
10.05.2011: Ambulatorium für Physiotherapie Kapfenberg, Anton-Buchalka-Str.1, A-8605 Kapfenberg. 16 Uhr. Anmeldung: 0043-(0)386225987

Den meisten Menschen wissen, dass ihre körperlichen Beschwerden einen psychosomatischen Hintergrund haben und dass kritische Lebenssituationen und emotionaler Stress zu körperlichen Symptomen führen können. Eine rein physiologische Arbeit an den Strukturen des Körpers reicht daher bei vielen Patienten nicht aus. Es wird immer wichtiger, sie auch von einer psychosozialen und emotionalen Seite zu betrachten und damit einen psychologischen Zugang zum Patienten zu finden.

Dafür ist es hilfreich, etwas über die Logik der Gefühle und die Dynamik von Beziehungen zu verstehen. Wie wirken verdrängte Gefühle auf der Körperebene? Wie somatisieren sich belastende Lebenssituationen und Stress? Welche Bedeutung spielen Beziehungen für unser körperliches Wohlbefinden oder für die Rekonvaleszenz nach einer Krankheit? Welche Auswirkungen hat der zwischenmenschliche Kontakt zwischen Therapeut und Patient auf die Behandlungen?

Dieser Vortrag richtet sich an Körpertherapeuten, die ihre Patienten ganzheitlich (körperlich, emotional, mental) unterstützen möchten.

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24.11.2010: Digitales Netzwerken – Wie viele Netze braucht der Mensch?

Christiane Windhausen
TU Graz, Steyrergasse 30, A – 8010 Graz, Hörsaal BE 01, 18 Uhr

Im letzten Jahrzehnt hat es eine kollektive Völkerwanderung ins Netz gegeben. Der sagenhafte Erfolg der schnellwachsenden Nutzerzahlen hat das digitale Netz zu einem Riesenerfolg gemacht. Dort wo politisch und gesellschaftlich zugesagte Sicherheiten immer mehr verschwinden, wächst das Bedürfnis nach sozialer Vernetzungen und emotionaler Geborgenheit. Wir definieren uns zunehmend über unsere Beziehungen, wir lernen zwischen schwachen und starken Bindung zu unterschieden. Die Beziehungen im Bereich von Social Media können echte Freundschaften zwar niemals ersetzen, sie werden sie allerdings ergänzen, erleichtern, erweitern und vertiefen.

Innerhalb der nächsten 10 Jahre werden die Kommunikationsmöglichkeiten des Netzes unsere Kultur maßgeblich verändert haben. Die digitale Vernetzung wird unser Verständnis von Kommunikation, Beziehungen, Freundschaften und Netzwerken wesentlich bestimmen. Es wird einem völlig neuen Umgang mit der digitalen Öffentlichkeit geben. 2020 wird es selbstverständlich geworden sein, dass Menschen ihre digitale Identität (und Reputation) in die eigenen Hände nehmen und sich selbstverständlich durch die digitalen Öffentlichkeit bewegen.

Wir können die zunehmende digitale Vernetzung nicht mehr verhindern, wir müssen lernen mit ihr kritisch und konstruktiv umzugehen. Wir werden uns auf dieses neue Kommunikationsabenteuer einlassen müssen, denn nur wer mit experimentiert kann den neuen Beziehungskurs der Gesellschaft – und das sind unsere Kinder und Enkelkinder – mitbestimmen.