INTEGRATIVES FÜHRUNGSTRAINING

9 MONATE FÜR DIE INNERE FÜHRUNG

Das SONNOS TRAINING zur integrativen Führungspersönlichkeit ist die Krönungsdisziplin unseres Instituts. Es ist exklusiv für zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Jahr reserviert. Es besteht aus vier Modulen in neun Monaten und wird durch einen individuellen Coaching-Prozess begleitet. Das Training richtet sich an Menschen mit Führungsverantwortung, die bereit sind, für die Entwicklung ihrer integrativen Führungskompetenzen einen intensiven persönlichen Veränderungsprozess zu durchlaufen.

Als integrative Führungspersönlichkeit zeichnet sich aus, wer verstanden hat, dass Führung Dienen bedeutet - nicht Macht haben. Wer Führung als Dienst am Menschen verinnerlicht hat, versteht, dass Dienen machtvoll ist und eine authentische und positive Kraft ausstrahlt. Wer dieses Verständnis von Macht integriert hat, schafft optimale Bedingungen, um sich selbst und anderen Wachstum zu ermöglichen. Dienst an der Führungsaufgabe bewirkt, dass sich individuelle Potentiale bestmöglich entfalten können.

Das Training vermittelt Know-how und praktische Kompetenzen zur Führung, die auf der Logik von Gefühlen und Beziehungen beruhen. Denn die Kraft zur Transformation beruht auf der Fähigkeit, Beziehungen einzugehen, zu gestalten und mitmenschlich zu leben. Veränderung geschieht im Wesentlichen durch das In-Beziehung-sein mit anderen. Für Menschen in Führungsverantwortung ist die kontinuierliche Entwicklung ihrer Persönlichkeit und der Umgang mit den eigenen Gefühlen daher unerlässlich. Denn Vertrauen und Motivation entwickelt sich immer auf der Basis persönlicher Glaubwürdigkeit.

Für das Training ist ein ausführliches persönliches Gespräch notwendig. Anhand einer persönlichen Standortbestimmung möchten wir im Vorfeld prüfen, ob die inhaltliche und strukturelle Ausrichtung des Trainings dem Teilnehmer in seiner aktuellen Situation einen sinnvollen nächsten Schritt ermöglicht. Am Ende der Zyklus-Reihe erhalten Sie ein Zertifikat.

IN VIER MODULEN ZUR FÜHRUNGSPERSÖNLICHKEIT

Die Inhalte des SONNOS TRAINING werden in vier aufeinander aufbauenden Modulen zu jeweils drei Tagen in einem Zeitraum von neun Monaten vermittelt. Das Training startet mit der Logik der Gefühle, führt weiter über Wege der Veränderung hin zur Kraft des Körpers und schließt ab mit Aus der Mitte führen.

Die vier Module vermitteln so viel Theorie wie nötig und so viel Praxis wie möglich. Lernen im Training ist zu einem großen Teil Emotionsarbeit, das Erlernen von emotionalem Know-how im Beziehungsraum mit anderen. Beziehungsprozesse sind der Stoff, der Veränderungskompetenz wachsen lässt.

In der Zeit zwischen den Modulen begleiten Birgit-Rita Reifferscheidt und Christiane Windhausen die Teilnehmer mit einem persönlichen Coaching-Prozess. Dieses außergewöhnliche Modell der Begleitung beschleunigt Beziehungsprozesse, was die sehr gute Umsetzungsquote des Trainings zeigt. Die Balance der vier Module, die Begleitung zwischen den Modulen und die Pausen dazwischen führen zu dem, was auch im Sport wirksam ist: Der Muskel wächst in der Pause!

Die Integration des Trainings ist durch das Coaching auch deshalb herausragend, weil alle Trainingsinhalte mit den individuellen Umsetzungsschritten im Alltag kombiniert werden. Gemeinschaftliches Wachsen (Struktur) und individuelle Förderung (Flexibilität) werden so sinnvoll miteinander kombiniert. Die Kraft von Führung wird durch die Begleitung erfahrbar, die Kraft von Beziehung wird durch die Gruppe erlebbar.

Zudem findet in der Gruppe ein interdisziplinärer Austausch verschiedener Berufsgruppen statt: verschiedene Menschen, unterschiedliche Führungsaufgaben. So wird der Umgang mit Andersartigkeit durch die Teilnehmer zu einem weiteren Lernfeld. Wer lernen will, muss sich mit anderen verbinden. Das ist die Kraft von Kombination und Netzwerk.

DIE GESETZMÄSSIGKEIT VON GEFÜHLEN

Sind Emotionen logisch? Wenn etwas unlogisch ist, dann Gefühle – oder? Ob Führungs- oder Veränderungsprozess – sie sind viel emotionaler als wir denken. Sie lösen eine Vielzahl von Gefühlen aus, die uns beeinträchtigen und sabotieren können. Die Wirkung von Gefühlen ist dabei alles andere als willkürlich und irrational. Gefühle folgen bestimmten Gesetzmäßigkeiten und sind zutiefst logisch. Ein wesentlicher Baustein des SONNOS TRAINING ist daher die Integration der Gefühle. Durch sie wird ein konsequenter und mitmenschlicher Umgang in Beziehungen möglich. Ohne die Integration der Gefühle verbraucht sich ein Großteil unserer Energie für die Abwehr der eigenen Schattenseiten oder versickert in zwischenmenschlichen Konflikten.

Selbstzweifel, Überforderung oder Hilflosigkeit erzeugen Stress und sabotieren Neugier und Begeisterung. Jedes Gefühl, das nicht geteilt wird, beginnt den natürlichen Fluss der Dinge zu blockieren. Im Körper ebenso wie in Beziehungen und Organisationen. Wenn das Grundvertrauen in den Fluss des Geschehens verloren gegangen ist, ist die Versuchung groß, zum Stabilisieren am Alten festzuhalten oder das Entfalten innovativer Prozessen durch vorschnelles Handeln zu verhindern. Doch gerade in der Fähigkeit, Tradition und Innovation zu kombinieren, zeigt sich der Erfolg von Führung für die Lösungen von morgen.

INTEGRATIV FÜHREN HEISST, BEIDE HÄNDE ZUM DIENEN ZU BENUTZEN

Macht in einer Organisation erzeugt Angst – auch die vor dem eigenen Machtverlust – und sie fördert Anpassung. Verhaltensweisen, die in zukunfts- und innovationsfähigen Organisationen kontraproduktiv sind. Was bewirkt gute Führung auf emotionaler und auf systemischer Ebene? Die Qualität von Führung bestimmt die Qualität und Güte von Entwicklungsräumen. Diese Spielräume für Entwicklung sind der Stoff, aus dem erfolgreiche und lebende Organisationen gemacht sind. Angst ist der natürliche Feind von kreativem Ausdruck. Doch Kreativität ist die Grundlage von Innovation, die der Motor der Entwicklungsfähigkeit einer Organisation ist.

Die Wirksamkeit und der Erfolg Einzelner und von Gruppen hängt in unserer Wissensgesellschaft in hohem Maße von emotionalen und psychosozialen Fähigkeiten ab. Neben Erfahrungs- und Fachwissen gehören daher Emotionskompetenz, Beziehungs-Wissen und persönliche Integrität zu den Kompetenzen einer integrativen Führungspersönlichkeit. Integrative Führung besteht aus der Fähigkeit, sich selber zu führen, sich führen zu lassen, andere zu führen – Organisationen, Teams, Mitarbeiter  – sowie junge Menschen darin zu fördern, dass sie besser werden, als man selber ist.

Eine integrative Führungspersönlichkeit kennt ihre Stärken und ihre Schwächen. In vielen Kulturen ist das Eingestehen von Fehlern nicht gesellschaftsfähig. Der Wert eines Menschen wird über seine Leistung definiert. So entsteht kein Raum für einen selbstverständlicheren Umgang mit Schwächen. Im Gegenteil: Viel Energie wird auf das Verbergen von Schwächen und Fehlern verschwendet. Nur zu häufig werden Schwächen in das System verschoben und schwächen damit nicht nur den Einzelnen, sondern den gesamten Organismus.

Dienen als Führungshaltung setzt die Kenntnis und die Einsicht in Schwächen voraus – in die eigenen und in die anderer. Ein ebenso selbstverständlicher wie souveräner Umgang mit Schwächen nimmt der Angst vor der Schwäche den Stachel und enthüllt die Stärke der Schwäche: Integrierte Schwächen sind keine Schwächen mehr, sondern Bestandteil von Person und Persönlichkeit. Das Training bietet für die Integration von Schwächen einen sicheren Raum. Integrativ Führen heißt, beide Hände zum Dienen zu benutzen, nicht nur eine.

UPDATE NACH DEM TRAINING

Zwei Mal jährlich findet ein UPDATE für ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Training statt, denn Veränderungsprozesse brauchen Kontinuität in der Begleitung. Dieser regelmäßigen Supervisionsprozess unterstützt Sie darin, Ihre Selbstführungskompetenzen zu vertiefen und Schwierigkeiten aus dem eigenen Lebensalltag gezielt zu bearbeiten. Entwicklungswünsche werden mit dem individuellen Entwicklungstempo abgeglichen, so dass sich ein Gefühl für wirksame Zeitpunkte entwickeln kann. Handeln zum rechten Zeitpunkt ermöglicht Selbstführung ohne Anstrengung.

Bei der Steuerung von Veränderungsprozessen ist ein kreativer und zielführender Umgang mit Fragen hilfreich und sinnvoll. Mit ihrer Hilfe lassen sich individuelle Lösungen finden, durch die sich Veränderung effektiv gestalten lässt. Daher liegt im UPDATE ein Schwerpunkt auf den Fragen und auf den Konsequenzen, die mit ihnen verbunden sind.

Gemeinschaftliches Lernen potenziert in der Regel unsere individuellen Möglichkeiten. So empfiehlt es sich, den eigenen Entwicklungsprozess immer mal wieder im Kontext eines UPDATES zu reflektieren.