Wer nicht denken will, fliegt raus

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Dieser Satz von Joseph Beuys (1977) ist bis heute brisant und aktuell. Joseph Beuys hat für mich auf beeindruckende Weise Denken, Kunst und politisches Handeln miteinander verbunden. Für ihn war das Denken eine plastische Skulptur, ein Kunst-Werk, eine Tat. Ich liebe dieses Zitat auf einer Postkarte von ihm. Präziser kann man die Folgen unserer Gedankenlosigkeit nicht beschreiben: Wer nicht selber denkt, fliegt aus seiner eigenen Umlaufbahn heraus. Unsere Fähigkeit zu denken und die Wirkung unserer Gedanken werden in der Regel massiv unterschätzt. Da das Machen und Funktionieren bei uns so hoch im Kurs steht, bleibt für das Nachdenken, Vordenken, Querdenken,…

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Logik der Gefühle 3: Wie wir Zeit erleben

Unser körperliches, emotionales und mentales Bewusstsein unterscheidet sich vor allen auch dadurch, wie wir in ihnen die Qualität von Zeit erleben. So ermöglichen unsere Gedanken mentale Geschwindigkeit und unsere Emotionen brauchen Zeit und Raum,  während unser Körper pure Gegenwart verkörpert. Entspannung bedeutet also: Aus der Geschwindigkeit des Kopfes in die Zeitlosigkeit des Körpers zu finden.

Faszination Zeit

Christhimmelfahrt, Feiertag – die Uhren laufen langsamer, zumindestens kommt es mir so vor. Vielleicht aber nur, weil es nichts zu tun gibt. Kein Pläne, einfach freie Zeit – herrlich. Es gab Zeiten, da war das der blanke Horror für mich. Da war die Zeit mein grösster Feind. Tage, wie dieser schienen endlos. Heute kann ich sagen, ich habe Freundschaft mit der Zeit geschlossen. Ich genieße den Augenblick. Ich habe Zeit in verschiedenen Dimensionen kennengelernt. Heute fasziniert sie mich. Ich bestaune immer wieder ihre unterschiedliche Qualität, in unterschiedlichen Situationen. Im Denken herrscht eine andere Zeitqualität, als in den Gefühlen oder im…

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Rasender Stillstand

Zeit ist das meist benutzte Substantiv in unserer Sprache und mit Sicherheit das, was die Menschen in unserem Land am wenigsten haben. Ich habe keine Zeit, höre ich an jeder Ecke. Was die meisten Menschen jedoch nicht bedenken ist, desto schneller sich das Rad dreht, desto langsamer werden wir. Genau 23,95 Min. Zeit benötigen sie für den Artikel von Wolf Lotter in der Märzausgabe brand eins. Ich habe mir die Zeit genommen und wußte nach 23,95 Minuten einmal mehr, warum es sinnvoller ist, die Uhr nach sich selbst zu stellen. Im letzten Jahr hat der britische Verkehrsinformationsdienst Keepmoving eine Geschwindigkeitsstudie…

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Zeitmanagement oder warum Golfbälle so wichtig sind.

Diese kleine Geschichte hat mich gerade im Netz gefunden. Ich möchte sie einfach mit Ihnen teilen. Der Verfasser wurde leider nicht genannt. Sollte jemand im Netz zufällig auf Information stoßen, die die Quelle verraten, freue ich mich über einen Kommentar. Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es. Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete…

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Die Wiedergewinnung der Zeit

Es gibt wirklich eine Stadt in Deutschland, in der ein Bürgermeister den Mut hatte, eine radikal unkonventionelle Entscheidung zu treffen: Hersbruck in Mittelfranken, eine Stadt mit 12.500 Einwohnern wurde 2001 durch die Konsequenz von Wolfgang Plattmeier die erste langsame Stadt Deutschland. Hersbruck sind inzwischen 3 weitere Städte gefolgt: Waldkirch, Überlingen, Schwarzenbruck. Sie alle haben gewählt: keine Fast Food, kein großen Ladenketten, sondern Fleisch und Gemüse aus der Region. Wenig öffentliche Uhren und verkehrsberuhigte Zonen. Sie alle setzen auf Lebensqualität und Entschleunigung. ‚Man muss nicht autark sein‘, sagt Plattmeier, ‚aber Autarkie ist ein genussvoller Luxus, der einen letztlich viel aufmerksamer und…

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getragen oder getrieben?

Fühlst du dich getragen oder getrieben von deinen Ideen, deinen Träumen, deiner Vision? Heute kenne ich den Unterschied. Es war ein langer Weg, ein Gespür für den rechten Zeitpunkt zu bekommen. Drei Jahre bin ich mit der Frage gegangen, wo entspringt Leichtigkeit. Es braucht eben seine Zeit, die Antwort zu erleben. Das Gefühl dem rechten Zeitpunkt zu begegnen, aus ihm zu handeln ist für mich jedes Mal ein Gefühl von unvorstellbarem Glück und langersehnter Leichtigkeit.

Alles hat seine Zeit

Gestern lass ich folgende Sätze: Um große Aufgaben zu erfüllen, musst du entschlossen sein. Um kleine Aufgaben zu erfüllen, musst du aufmerksam sein. Um schwierige Aufgaben zu erfüllen, musst du geduldig sein. Mit Entschlossenheit bin ich schon in die Welt gekommen. Die Schule der Aufmerksamkeit besuche ich seit vielen Jahren. Die Geduld war und ist die hohe Schule. Alles verbindet sich – in seiner Zeit – in meiner Zeit.

Geschichte – Gegenwart – Zukunft

Mitten im beginnenden Frühling mit Jochen auf der Autobahn. Überall vor uns und neben uns Automobil-Oldtimer, die durch die Sonne ins Freie gelockt wurden. Mein Mann gerät bei jedem Oldtimer in vorbehaltloses Schwärmen. Ich dagegen lande immer wieder im stillen Staunen. Ich spüre, dass er seine Werte aus der Vergangenheit und der Tradition schöpft. Das liebe ich an ihm; auch darin habe ich ihn gewählt. Ich dageben bin in der Zukunft geboren und ihr bin ich verpflichtet. Mich bewegt die Frage: Wie gelingt es uns, eine Zukunft zu erschaffen, die ruft und die unserer Gegenwart einen Sinn schenkt, der heilt…

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Die Wucht der Welle

Die Wucht der existenziellen Welle hat mich in die Zeitlosigkeit katapultiert. Ich bin welt-scheu geworden – die banalsten Eindrücke des weltlichen Alltags befremden mich. Ich habe alte Hüllen verloren und fühle mich nackt und pur – mitten im Geschehen. Irgendwie sind die Welten zusammengefallen und in mich hinein implodiert… oder vielleicht habe ich mich auch einfach in die Welt hinein aufgelöst. Auf jeden Fall gibt es keinen Unterschied mehr: Ob ich meine kleine sichere Welt hier fühle – mit den vielen Menschen, die ihre Liebe in Fürsorge zum Ausdruck bringen – oder ob ich im Fernsehen die Welt und die…

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