Erst durch die Entwicklung der Magnetresonanztomografie wurde es möglich, Vorgänge im Gehirn eines lebendigen Menschen sichtbar zu machen. Diese computergestützte Technik hat völlig neue Einsichten in die Funktionsweise unseres Gehirns ermöglicht. Dr. Gerald Hüther benennt in diesem Interview in der Zeitschrift Führung und Organisation vier wichtige Erkenntnisse der Neurowissenschaften: Das Gehirn bleibt zeitlebens plastisch und formbar. Wir lernen ein Leben lang – und zwar abhängig davon, wie und wofür wir unsere Gehirn nutzen. Die alte Trennung zwischen Denken und Fühlen, zwischen Körper und Geist existiert nicht. Im Gehirn sind diese Prozesse untrennbar miteinander verbunden. Die Nachhaltigkeit von negativen emotionalen Erfahrungen… Weiterlesen »
Blog-Tag: Trauma
Krisen als Chancen zur Transformation
Mit Krisen scheint es uns so ähnlich zu gehen, wie mit traumatischen Erfahrungen. Noch vor einigen Jahren konnte man dieses Wort nicht benutzen, ohne mit psychischen Exzentrikern in einer Schublade zu landen. Inzwischen ist Trauma zu einem wertvollen Wort geworden. Es hilft uns zu verstehen, wie es Kindern geht, die im Krieg aufgewachsen sind… Wie es Menschen nach dem Tsunamie erging… Wie Eltern und Lehrer mit einem Amoklauf leben… Und wie Soldaten nach einem Kriegseinsatz weiterleben… Inzwischen ist auch die Krise gesellschaftsfähig geworden. Und fast jeder kann sie mit persönlichen Erfahrung aus seinem eigenen Leben verbinden. Wir erleben mehr und… Weiterlesen »
In der Notaufnahme
Der Schock kam erst in der Notaufnahme. Die Ärzte und Sanitäter im Krankenwagen waren menschlich und fürsorglich – doch als wir in der Sterilität der Notaufnahme ankamen, wusste ich: hier überwintert man nur… hier macht man keine heilenden Erfahrungen…. hier erkrankt man eher an Herzlosigkeit… Die Räume sind steril, muffig, fensterlos. Kein Mensch würde so wohnen und leben – geschweige denn, sich heilsam geschützt fühlen. Wenn ich mir vorstellen, dass hier zum Teil traumatisierte Menschen ankommen, wird mir Angst und Bang… Eine normale menschliche Reaktion wäre so einfach: sich zu jemandem zu setzen, zu fragen wie es ihm geht, ihn… Weiterlesen »
Eine Zeit der Wortlosigkeit scheint zu Ende zu gehen.
Wo beginne ich ? Die Weihnachtstage habe ich gemeinsam mit meinem Bruder an dem Ort verbracht, an dem meine Mutter zuletzt gelebt hat. Wir haben gemeinsam versucht, den Platz auszufüllen, den sie hinterlassen hat. Es war nicht einfach – unsere Liebe füreinander hat uns getragen. Verschneite Landschaften und ein sonniger Himmel haben uns umhüllt. Inmitten dieser Stimmung kam die Nachricht von der Flutwelle. Sie hat mich bis zur Erstarrung getroffen. 2 Tage der Ungewissheit – lebt Christiane? Die Zeit schien endlos. Durch die Erstarrung war es mir nicht möglich zu fühlen. Weder mich, noch Christiane. Ab und zu die Frage,… Weiterlesen »
Die Wucht der Welle
Die Wucht der existenziellen Welle hat mich in die Zeitlosigkeit katapultiert. Ich bin welt-scheu geworden – die banalsten Eindrücke des weltlichen Alltags befremden mich. Ich habe alte Hüllen verloren und fühle mich nackt und pur – mitten im Geschehen. Irgendwie sind die Welten zusammengefallen und in mich hinein implodiert… oder vielleicht habe ich mich auch einfach in die Welt hinein aufgelöst. Auf jeden Fall gibt es keinen Unterschied mehr: Ob ich meine kleine sichere Welt hier fühle – mit den vielen Menschen, die ihre Liebe in Fürsorge zum Ausdruck bringen – oder ob ich im Fernsehen die Welt und die… Weiterlesen »