Nicht mehr ohne meine ‚gelben Tage‘

So manches, was für Andere leicht und selbstverständlich ist, fällt mir schwer. Darin bin ich unbeholfen und verletzlich. Doch manches, was mir leicht fällt, ist für andere schwierig oder unvorstellbar. So haben wir alle unsere Lernaufgaben im Gepäck. Jeder Lebensweg hat seine eigenen Herausforderungen. Birgit-Rita Reifferscheidt ist im Umgang mit Entwicklungs-Herausforderungen für mich eine wahre Meisterin. Sie versteht es aus Herausforderungen Transformationen werden zu lassen – nicht nur bei sich selbst, sondern auch für anderen. Als sie mich fragte: ‚Was war eine der großen Herausforderungen in deinem Leben?‘, kam die Antwort ohne langes Nachdenken: ‚Meinen Weg von der Funktion in…

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Selbstführung als Weg der Integration

Als 2012 unser Buch erschien und wir unsere Pressemitteilungen rausgeschickt hatten, bekamen wir von der Zeitschrift Managerseminare die Anwort: Selbstführung – das interessiert uns nicht. Jetzt ist von ihnen die Ausgabe ‚Selbstführung – Der innere Lotse‘ erschienen. Innerhalb von nur einem Jahr hat sich also das Blatt gewendet… Als wir vor 12 Jahren begannen, uns mit emotionaler Selbstführung zu beschäftigten, war das für die meisten ein ‚Fremdwort‘, mit dem niemand so recht etwas anfangen konnte. Heute gehört Selbstführung zum Standard-Repertoire eines jeden Führungskräftetrainings. Bei den zunehmenden Anforderungen eines Führungsalltags wird es immer wichtiger, sich im Umgang mit den eigenen Grenzen…

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Sich vergessen – und mich wieder erinnern

Foto

Am Ende eines vollen Jahres bin ich zum Jahreswechsel für drei Wochen nach Sri Lanka gefahren. Ich wollte am 26.12. dort sein, wo wir 2004 den Tsunmai erlebt haben. Mich hat es zu dem Ort hingezogen, an dem mir das Leben ein zweites Mal geschenkt worden ist. Ich wollte mich erinnern… An Sri Lankas Westküste kam der Tsunami in drei großen Wellen, was uns die Möglichkeit gab, ins Landesinnere zu fliehen. Als uns die zweite Welle erwischte, hat uns ein junger Singhalese aus dem reißenden Strom hoch auf eine Mauer gezogen und uns von dort auf einen Mangobaum geholfen. Dort…

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Führung beginnt mit Selbstführung

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Elke-Maria Rosenbusch leitet die EWMD-Regionalgruppe in Stuttgart. Für den 30.05.2012 hatte sie mich zu einem Vortrag eingeladen. Mit den Jahren hat sie sich angewöhnt, von jedem Event Fotos zu sammeln. Dies ist ihre Foto-Collage von unserem Abend: Ich habe an diesem Abend über die Bedeutung von emotionaler Selbstführung in der Führung gesprochen. Darüber, wie wichtig es für Führungskräfte ist, sich mit der Wirkung von emotionalen Verschiebungen in Unternehmen und Organisationen auszukennen, und Kommunikationsformen zu ermöglichen, die das Gefühl von Zugehörigkeit erzeugen und gemeinschaftliche Kreativität bewirken. Zum ersten Mal habe ich auch Das flüssige Ich vorgestellt, Widmungen geschrieben und unser Buch verkauft….

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Vortrag in Stuttgart: Integrative Führung und Mixed Leadership. Wege zur Umsetzung durch emotionale Selbstführung

Für den Mittwoch 30.05.2012 hat mich der EWMD zu einem Vortrag ins Arcotel Camino nach Stuttgart eingeladen. Als ich mir die Website vom Arcotel ansehe, staune ich nicht schlecht. Dieses Hotel wird im Geiste des Jakobsweges geführt. Ich weiß noch sehr genau, was ich alles persönlich erlebt habe, als ich auf dem Camino gepilgert bin. Seit über tausend Jahren treffen Menschen auf ihrer Pilgerreise nach Santioago mit anderen Menschen zusammen und entdecken im inneren Dialog mit sich selbst neue Wege. Wenn das nicht passt… An diesem Abend spreche ich über die Bedeutung der emotionalen Selbstführung in der Führung. Damit Kopf,…

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(M)ein Leben in einem Satz

Wenn Sie die Leidenschaft Ihres Lebens in einem Satz zusammenfassen sollten – was würden Sie sagen? Der Autor Daniel Pink hat seine Leser dazu aufgefordert, ihm ihre Sätze in Form einer Video-Botschaften zu schicken. Was soll man von mir und meinem Leben in Erinnerung behalten? Bereits zum Jahresanfang 2010 hatte Daniel Pink seine Leser in einem Video dazu eingeladen, sich zwei Fragen zu stellen: Im Laufe der letzten Monaten sind dann hunderte von Video-Botschaften bei ihm angekommen. Einen kleinen Ausschritt davon hat er schließlich zum Jahresbeginn 2011 in diesem Video zusammengefasst: Es liegt eine ganz besondere Kraft in diesen einen…

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Burnout – Alles Wissen schützt nicht vor der Erfahrung

Obwohl  Miriam Meckel bereits 2007 viele Tips zu Papier gebracht hat, wie man der Kommunikationsfalle entkommen kann, hat es sie vor einigen Monaten selbst erwischt – BURNOUT. Im  Oktober 2007 hat sie in einem Interview noch den Anschein gemacht, dass sie mit großer Selbstdisziplin die Kommunikationsflut bewältigt . Sie musste wohl doch bis an ihre Grenzen bzw. darüber hinaus gehen. Ihr Körper hat die totale Ruhe eingefordert. Miriam Meckel wäre nicht Miriam Meckel, wenn sie ihren Erholungsprozess nicht schriftlich verarbeitet hätte. Sie hat in aller Ruhe einen Brief an ihr Leben geschrieben, der mittlerweile als Buch veröffentlich wurde. Sie beschreibt…

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Ein Merkzettel der besonderen Art

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In der Long Island Summer Lounge, auf dem Dach eines Frankfurter Parkhauses, treffe ich einen ‚Kellner‘ der besonderen Art. Er sprüht vor Begeisterung – und vor Freude an jeder Begegnung. Jedes Mal, wenn er uns einen Drink bringt, entdecke ich ein Tattoo auf seinem Körper. Als ich ihn darauf anspreche, meine er: ‚ Ich habe mir das ausgeschrieben, was ich nicht vergessen will. Und immer dort, wo ich es jeden Tag sehe.‘ So steht auf seinem rechten Arm: Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die…

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Faszination Zeit

Christhimmelfahrt, Feiertag – die Uhren laufen langsamer, zumindestens kommt es mir so vor. Vielleicht aber nur, weil es nichts zu tun gibt. Kein Pläne, einfach freie Zeit – herrlich. Es gab Zeiten, da war das der blanke Horror für mich. Da war die Zeit mein grösster Feind. Tage, wie dieser schienen endlos. Heute kann ich sagen, ich habe Freundschaft mit der Zeit geschlossen. Ich genieße den Augenblick. Ich habe Zeit in verschiedenen Dimensionen kennengelernt. Heute fasziniert sie mich. Ich bestaune immer wieder ihre unterschiedliche Qualität, in unterschiedlichen Situationen. Im Denken herrscht eine andere Zeitqualität, als in den Gefühlen oder im…

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Sichtweisenwechsel

Erde Picnik

1969 habe ich die ersten Weltraumbilder gesehen. Apollo 11 war auf dem Mond gelandet, und zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich die Erde von außen sehen  – in ihrer ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit. Ich war zehn Jahre alt – und ich hatte dieses Gefühl, dass sich meine Sichtweise auf mein Leben von innen nach außen stülpt. Das war ein unglaublich körperliches Gefühl. Ein Schauer lief mir über die Haut und ein Brennen bewegte sich die Wirbelsäule rauf und runter. Für ein paar Augenblicke war ich eins mit den Astronauten – und ihrem Blick auf die Welt. Etwas in…

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