Kommunikation als Lebenskunst

Kaum jemand hat unser Wissen über Kommunikation in Deutschland so geprägt wie Friedemann Schulz von Thun. Er hat unzählige Modelle entwickelt und Bücher geschrieben. Ihm ist es gelungen, die komplexe zwischenmenschliche Kommunikation so zu beschreiben, dass sie einfach und handhabbar wird – für Lehrer und Erzieher. Für Trainer und Berater, für Therapeuten und Coaches. Für alle, die das Miteinander-Reden in Beziehungen bewusster gestalten möchten. Bernhard Pörksen ist es gelungen, Friedemann Schulz von Thun für ein ungewöhnliches Interview-Projekt zu gewinnen. Gemeinsam gehen die beiden der Frage nach, was Kommunikation mit Lebenskunst zu tun hat. Aus den tiefsinnigen Gesprächen zwischen ihnen ist…

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Man kann nicht nur mit den Ohren hören

2004 machte mich der Film „Touch the Sound“ auf Evelyn Glennie aufmerksam. Die Musikerin nahm mich 90 Minuten lang mit auf eine Klangreise, die bis heute andauert. Evelyn Glennie hat mit 12 Jahren – just in der Zeit als sie mit der Musik begann – ihr Gehör zu 80% verloren. Dieser Verlust hat sie früh gelehrt, ihre Wahrnehmung auf die Vibration der Musik zu richten und mit ihrem Körper zu hören. Heute ist es ihre Berufung, Menschen das Hören bzw. das Hinhören zu lehren. In ihrem Vortrag zeigt sie anschaulich den Unterschied zwischen Interpretation und Hören. Mit großer Begeisterung versucht…

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Zuhören – Sind Sie ein 18-Sekunden-Manager?

Nach einen amerikanische Studie, unterbricht ein Arzt seinen Patienten im Gespräch durchschnittlich nach 18 Sekunden. Nach Tom Peters sind auch die meisten Führungskräfte 18-Sekunden-Manager, weil sie so schlecht zuhören können. Für ihn ist die wichtigste Führungskompetenz das Zuhören. Denn alle für die Führung wichtigen Informationen offenbaren sich, wenn wir den Mitarbeitern, den Kollegen, unseren Kunden und Partnern genau zuhören. Strategisches Zuhören ist eine Kompetenz, die seiner Meinung nach jede Business School als erstes vermitteln sollte. Sein Tipp ist einfach: Shut up and listen! Ich weiß noch genau, welche Erleuchtung für mich im Studium das 4-Ohren-Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun…

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Familienkonferenz im Netz

Heute morgen fand ich bei der Zeit den Artikel Rafi ist online. Darin beschreibt ein Vater (und Journalist), wie seine gesamte Familie gelernt hat, mit dem Internet zu leben. Beim Lesen ging mir das Herz auf – und ich sass die ganze Zeit schmunzelnd vor dem Bildschirm. Es ist erstaunlich, mit wie viel Spaß der Wechsel ins Informationszeitalter gelingt, wenn Eltern vorgehen und mitgehen.

Blick in den Kopf – auf Bahnsteig 3

Mannheim Hauptbahnhof. Es ist 16.05 und ich warte auf meinen Zug nach Düsseldorf. Ich setze mich auf die Bank auf Bahnsteig 3 und spüre sofort, wie unangenehm kalt das Metall unter mir ist. Da sehe ich unter der Bank einen Spiegel liegen. Auf dem Deckblatt steht ‚Gesucht: Staatsfeind Steuersünder’. Das passt, denke ich, hebe das Magazin auf und setze mich darauf. Wofür unsere Steuersünder alles gut sind… Nach einer Weile bewegt sich ein Mann in meine Richtung. Ich wundere mich noch, wie offensichtlich Isolation und Einsamkeit in seinem Energiefeld zu spüren sind, da setzt er sich neben mich. Eine Weile…

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Das Glück der Unerreichbarkeit

Immer wieder höre ich in Beratungsgesprächen den Satz, ich muss doch erreichbar sein. Nein ich kann meinen Black Berry nicht zuhause lassen, wenn ich in Urlaub fahre. Die Mailflut, die mich erwartet, wenn ich wieder ins Büro komme ist nicht zu bewältigen. Handy abschalten? – aber ich muss doch erreichbar sein. Manches Mal ist die Argumentationskette so dicht, dass nicht einmal eine Frage möglich ist. Es ist erschreckend, wie wenig die Menschen mit den neuen Techniken umgehen können. Es ist erschreckend, wie wenig Führungskräfte dazu in der Lage sind, Raum zu schaffen für ungestörtes Arbeiten, für Kreativität. Prof.Dr. Miriam Merkel…

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Zuviel Sicherheit führt zum Stillstand.

In den letzten Wochen hatte ich eine Schreibflaute. Jetzt kann ich gar nicht genug bekommen. Vor 2 Wochen war das noch unvorstellbar. Es gab Momente da dachte ich, nie wieder werde ich im Blog schreiben können. So ist das mit den Gefühlen, wenn sie uns übermannen bzw. überfrauen. Ich find es es immer sehr spannend zu beobachten, worüber ich schreibe. Ich kann das nicht mit dem Verstand steuern. Das habe ich versucht, dabei ist mir die Lust am Schreiben vergangen. Ich habe zum Schluss soviel nachgedacht, das ich nicht zum Schreiben gekommen bin. Meine Aufmerksamkeit bleibt zur Zeit im weitesten…

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Es gibt solche und solche

Immer wieder hatte ich in der letzten Zeit beeindruckende Gespräche mit Frauen und Männern, die im Schulwesen tätig sind. Ich lerne durch sie die verschiedensten Positionen kennen. Das Feld reicht vom Lehrer bis hin zum Direktor und weiter bis zu den Schuldezernenten. Mich interessieren besonders die positiven Bewegungen in der heutigen Zeit. In den Gesprächen fällt mir auf, dass sie meistens nach dem gefragt werden, was nicht gut funktioniert. Ich spüre immer große Freude, wenn sie von Situationen erzählen dürfen, in denen sich etwas zum Positiven gewendet hat oder gerade wendet. Ihr eigener Lebensweg hat sie durch verschiedene Stationen geführt….

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Freundlich konsequent

Ich bin mitten in meinen Umzugvorbereitungen. Auf dem Plan steht Telefonanschluss abmelden bzw. anmelden. In mir höre ich nur das Wort Telekom und alles zieht sich zusammen. Mit denen habe ich noch nie gute Erfahrungen gemacht, dachte ich. Meine Absicht für meinen Umzug lautet jedoch, es geht leicht und einfach. Meine erste Idee war, ich könnte doch den Anbieter wechseln. Das habe ich auch versucht. Beim Prüfen meiner neuen Adresse hat der freundliche Mitarbeiter von netcologne festgestellt, dass ich außerhalb des Zugangsgebietes von Netcologne liege. Konsequenz – nur über die Telekom kann ich am großen Kommunikationsspiel teilnehmen. Mit dieser Gewissheit…

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Gut, dass wir nicht alles können

Sie ist begnadet in dem was sie tut. Unter ihren Händen ist spürbar, dass sie ganz aufgeht in ihrer Arbeit und ihre Körper-Weisheit leibhaftig verkörpert. Nun will sie dieses Wissen in der Welt bringen: eine Broschüre, eine Internetseite. Sie denkt, dass es keine Sprache dafür gibt, dass ihre Ansprüche zu hoch sind, dass die Zeit noch nicht reif ist – und scheitert. Sicherlich hat sie sich irgendwann einmal entschieden, sich nie wieder abhängig zu machen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als ich feststellen musste, dass ich mit meinem Eigenen nicht in die Welt komme, solange…

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