Von den Jungen lernen: Es braucht 2/3 Freude

IMG_0818

Wir waren die letzten beiden Tage in Wien und haben uns dort mit Oliver Schöndorfer getroffen. Er hat in den letzten Monaten mit uns zusammen die neue Website und unseren Facebook-Umzug gestaltet. Jetzt wollten wir auch zusammen mit ihm feiern! Immer wieder hat Oliver sich dafür eingesetzt, dass wir bei aller Ernsthaftigkeit die Freude nicht vergessen. Schließlich sind wir zu alt, um ohne Freude zu wirken – und er zu jung, um sich ohne Freude zu engagieren. Es gab Herausforderung und Inspiration… Reibung und Einsichten… Konflikte und vorbehaltlose Wertschätzung… Diese Brücke zwischen den Generationen hat uns wirklich Spass gemacht. Mit…

Weiterlesen »

Tanzen und feiern – auch ohne Grund

Mein 17-jähriger Neffe freut sich auf jedes Wochenende – weil er dann Party machen kann. Dazu treffen sich die Jugendlichen, bauen eine Musikanlage auf, legen Musik ein und tanzen. Stundenlang. Nicht selten treffen sich die Jungen alleine und tanzen miteinander. Ich weiß noch, wie scheu und schüchtern ich  – und die meisten aus meiner Generation – beim Tanzen waren. Tanzen war für uns eine echte Mutprobe. Junge Männer, die einfach zusammen getanzt haben, GAB ES NICHT! Vor ein paar Tage sitzen wir mit Freunden zusammen und ein Paar erzählt, dass ihre Töchter jedes Wochenende zum Feiern gehen. Und das ohne…

Weiterlesen »

Stell dir vor: Es gibt eine Frauenqoute – und keine geht hin.

Nachdem ich angefangen hatte, in der Broschüre Managerinnen 50plus zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. Das ist mir beim Lesen einer Broschüre aus einer Bundesministerium noch nie passiert! Diese Studie hat der EWMD zusammen mit der Uni Bremen im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. Sie handelt von den Frauen meiner Generation, die sich einen Platz in der Führungselite Deutschlands erkämpft haben. Sie beschreibt, warum erfolgreiche Managerinnen gerade in dem Alter aussteigen, in dem ihre männlichen Kollegen noch einmal durchstarten. Wie sie gehöre auch ich zur Babyboomer-Generation. Wir wurden zwischen 1950 und 1965 geboren. Durch…

Weiterlesen »

Das Ende ist mein Anfang

Gestern habe ich eine berührende, geistreiche und stille Zeit mit Tiziano Teranzo verbracht. Der Film, Das Ende ist mein Anfang ist eine Hommage an das große Loslassen. Der Tod ist für den Journalisten etwas Erfreuliches. Der Tod ist das einzig Neue, was ihm noch  geschehen kann. Wer so etwas sagen kann, hat gelebt. Sein Geist ist klar und einverstanden, sein Körper ist müde und krank. Er ist bereit den Kreis  zu schließen. Einen Wunsch hat er noch. Er möchte seinem Sohn von der Reise seines Lebens erzählen. Er, der Zeit seines Lebens durch die Welt gereist ist, geschrieben und gekämpft…

Weiterlesen »

Living next door…

Christian und Ena leben seit Jahren in der Wohnung über uns. Wenn ich in meinem Büro sitze, kann ich hören, wie Ena Klavier spielt… Ich bestaune nun schon seit Monaten, mit wie viel Begeisterung sie übt. Immer wieder gibt es herzliche und tiefsinnige Begegnungen im Treppenhaus… Gestern haben sie uns zum Essen eingeladen. Enas ist eine leidenschaftliche Hiphop-Tänzerin. Ihre Eltern sind vor Jahren mit ihr und ihrer Schwester aus Serbien geflohen. Christian ist Webdesigner, Musiker und Video-Künstler. Sein Vater ist General bei der Bundeswehr und gerade aus Afghanistan zurück gekommen. Alle seine Brüder sind von der Bundeswehr ausgemustert worden, und…

Weiterlesen »

Generationsbrücke zwischen Schülern und Wissenschaft

Das Bundesministerium für Bildung Forschung in Österreich fördert in dem Projekt „Wissenschaft trifft Schule  –   Schule trifft Wissenschaft“  die aktive Mitarbeit von Schülern in der Forschung. Die Schüler sind Freude bei der Sache. Sie lernen selbstständiges Denken, spüren das Interesse an ihren unschuldigen Sichtweisen, teilen begeistert ihre Ideen. Einen Wissenschaftler hört man im Video sagen, die Schüler sind von entscheidener Bedeutung in diesem Projekt. Solche Worte waren  vor nicht all zu langer Zeit unvorstellbar gewesen . Von unseren Nachbarn können wir lernen. Hören sie selbst. Die Begeisterung von allen Beteiligten im Video  ist ansteckend.

Ohne die Unterstützung von Anderen, können wir nichts…

Kenia Wurzeln 33.JPG

Ich war zum ersten Mal in meinem Leben in Afrika. An diesem Baum bin ich jeden Morgen vorbei gelaufen. Und jedes Mal hat er mich in den Bann gezogen… Wie viel Stützen notwendig sind, damit ein Baum wachsen kann… Wie viel freundschaftlichen Halt ein Leben braucht, damit wir – im unvermeidlichen Gegenwind des Lebens – nicht einknickt… Eine Freundin hat mir zum Willkommen-zu-Hause eine wunderbares Fotobuch aus Afrika geschenkt. Als ich es zum ersten Mal aufschlage, lese ich: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen und um zu verhindern, dass Eltern verrückt werden. Dieses Mal hat das…

Weiterlesen »

Die Alten geben uns Kraft, die Jungen schenken uns Inspiration

Dom in der Hand.jpg

Köln ist meine Heimat. Das ich diesen Satz schreiben kann und darin verwurzelt bin, hat fast 46 Jahre gedauert. Ja, ich mochte Köln, aber ein Gefühl von Verwurzlung konnte ich nicht spüren. Desto näher mein Schulende rückte, desto stärker hat mich der Wunsch getrieben, bloß weg hier. Damals wußte ich noch nicht, dass es eine Flucht vor mir selbst war. Ich habe an vielen Orten in Europa und auf anderen Kontinenten mein Glück gesucht. Mein Glück habe ich nicht gefunden, dafür aber immer mehr von mir selbst und das hat mich schließlich das Glück finden lassen. Soweit, wie ich von…

Weiterlesen »

Hochzeit in Afrika

3 Kinder im Alter zwischen 5 und 7 Jahren wollten ihre Idee Wirklichkeit werden lassen. Sie wollten im warmen Afrika heiraten, natürlich mit Trauzeuge. Sie packten ihre Köfferchen. Badehose, Sonnenbrille….was man so braucht,wenn man auf dem anderen Kontinent reisen möchte. Immerhin sind sie bis zum Hauptbahnhof Hannover gekommen. Dort erklärten ihnen die etwas verwirrten Polizisten, dass sie ohne Geld und Flugticket nicht weit kommen werden. Bereitwillig ließen sie sich von ihren erleichterten Eltern abholen und ohne große Traurigkeit sicher nach Hause bringen. Sie glauben die Geschichte nicht ? Hier nochmal zum nachlesen. Ich bin tief beeindruckt von dem Tatendrang der…

Weiterlesen »

Weihnachten 1943

Zu Weihnachten treffen sich Genertionen unter dem Weihnachtsbaum. Oft sind es die strahlenden Kinderaugen, die uns Erwachsene verzaubern. Mich hat in diesem Jahr eine Kindergeschichte meines Vater verzaubert. Ich erzählte über die vielen unkonventionellen Weihnachtsfeste, die ich in den letzten 20 Jahren gefeiert habe und das sie mir heute die Freiheit schenken, ein traditionelles Weihnachtsritual ganz und gar zu genießen. Inspiriert durch meine Erzählungen, erinnerte sich mein Vater an das Weihnachtsfest, welches ihn am tiefsten in Erinnerung geblieben ist. Weihnachten 1943, der Krieg tobt in Köln. Jede Nacht hieß es, sein Leben im Keller in Sicherheit zu bringen. Meine Großeltern…

Weiterlesen »