Was Neues riskieren

Was für eine Erkenntnis mit über 50 Jahren: Dass wir die Dinge in der Regel immer so tun, wie wir sie (40 Jahre zuvor) gelernt haben. Dass wir sie auch anders tun können – und dabei neue Aspekte der Wirklichkeit erkennen. Mich hat das Video dazu ermutigt, jeden Tag irgendetwas anders zu machen als sonst. Ich habe inzwischen auf der anderen Seite des Bettes geschlafen… Meine Zähne immer wieder mal mit Links geputzt… Auf der gegenüberliegenden Seite meines Schreibtisches gearbeitet… Die gefragt, die sich Rat bei mir holen… Mich mutig angezweifelt, wo ich sicher war… Mich mutig hingestellt, wo ich…

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Gerald Hüther: 4 wichtige Erkenntnisse der Gehirnforschung

Erst durch die Entwicklung der Magnetresonanztomografie wurde es möglich, Vorgänge im Gehirn eines lebendigen Menschen sichtbar zu machen. Diese computergestützte Technik hat völlig neue Einsichten in die Funktionsweise unseres Gehirns ermöglicht. Dr. Gerald Hüther benennt in diesem Interview in der Zeitschrift Führung und Organisation vier wichtige Erkenntnisse der Neurowissenschaften: Das Gehirn bleibt zeitlebens plastisch und formbar. Wir lernen ein Leben lang – und zwar abhängig davon, wie und wofür wir unsere Gehirn nutzen. Die alte Trennung zwischen Denken und Fühlen, zwischen Körper und Geist existiert nicht. Im Gehirn sind diese Prozesse untrennbar miteinander verbunden. Die Nachhaltigkeit von negativen emotionalen Erfahrungen…

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Intuition und Nichtwissen im Management

In unserem Gehirn sind Wissen und Nichtwissen neuronal miteinander verschaltet. Sie bilden eine Einheit, die Intelligenz und Intuition überhaupt erst möglich macht. In unserer Gesellschaft ist diese Verbindung noch nicht vorhanden. Damit wird uns ein Zugang zu unserer Intuition sehr erschwert. Einer der Blogs, die ich immer wieder mit viel Interesse lese, ist der von Dr. Andreas Zeuch. In seinem integral.blog schreibt er über Intuition, Nichtwissen und Unsicherheit in Unternehmen. In diesem Ausschnitt aus einem Video spricht er über die Relevanz von Intuition und Nichtwissen in der Bildung. Nach wie vor wird es in der Schule bestraft, wenn Kinder etwas…

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Das Gehirn ist kein Denkorgan

Anregung für Hirnbenutzer nennt Prof. Dr. Gerald Hüther seinen Vortrag. Er hat ihn bereits 2009 gehalten, dennoch verliert er nicht an Aktualität. Im Gegenteil – bis die Inhalte wirklich im Bewusstsein der Menschen angekommen sind und Wirkung zeigen, wird es noch eine ganze Zeit dauern. Das Gehirn ist kein Denkorgan, es ist ein Problemlösungsorgan und steuert den ganzen Körper.  Das Gehirn ist ständig bemüht Beziehung herzustellen. Es kann bis ans Lebensende lernen, wenn der Kompass auf Begeisterung steht. Was bedeutet das für Führungskräfte bzw. Mitarbeiterführung? Welche Konsequenzen hat das Wissen für die Bildungspolitik?Das sind einige  Fragen mit denen sich der…

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Personalisiertes Lernen lässt Träume wahr werden

Kinder legen uns täglich ihre Träume zu Füßen und wie gehen wir damit um? Sir Ken Robinson spricht in seinem Vortrag über seinen Traum – wie immer sehr persönlich, unterhaltsam und informativ. Er plädiert für einen radikalen Wechsel von standardisierten Schulen zu personalisiertem Lernen, um Umstände zu schaffen, unter denen die naturgegebenen Talente der Kinder aufblühen können. Sein Credo: Besser mit der Situation wachsen, als der Situation gewachsen sein. Für mich kommt die Lern-Revolution 40 Jahre zu spät. Standartisiertes Lernen hat mein Talent nicht erkannt, geschweige denn gefördert. Um so mehr freue ich mich für jedes Kind, dass die Möglichkeit…

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Beate Stöckler gibt den Chancenlosen eine Chance.

3 Söhne hat sie groß gezogen und einen guten Job bei der Bank hinter sich gelassen, bevor sie mit 40 Jahren in den Schuldienst trat. Gleich zu Beginn war ihr klar, hier läuft etwas falsch. 2o Jahre hat es gebraucht bis ihre Vision Wirklichkeit wurde und dabei war ihr keine Anstrengung zu groß. Sie wollte  Jugendliche erleben, die begeistert lernen. Sie wollte sie lachen sehen. Sie hat es geschafft. Sie hat sich mit ganzem Herzen für sie interessiert und hat damit wieder ihr Interesse am Leben geweckt. Die Dokumentation  Die vergessenen Schüler zeigt auf beeindruckende Weise, wie diese Frau, mit…

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Jeremy Rifkin: Die Empathische Zivilisation

rifkin

Jeremy Rifkin ist mir dadurch aufgefallen ist, dass er als Amerikaner so viel Augenmerk auf die historische Entwicklung des europäischen Bewusstseins hat, und auf unseren – seiner Meinung nach – wichtigen Beitrag für die globale mitmenschliche Zukunft. Nun ist sein neustes Buch Die empathische Zivilisation erschienen. Ich habe mich über einige ziemlich polemische Artikel über dieses Buch gewundert, denn ich kenne Rifkin als einen intelligenten und differenzierten Autor. Schließlich wollte ich es wissen, habe mir das Buch gekauft und es selber gelesen. Als ich einmal mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Rifkin…

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Robert Enke wirkt auf dem Schulhof

Diese Woche kam eine Lehrerin zu mir ins Coaching, die sich seit einiger Zeit in unserem Institut supervidieren lässt. Wir sprechen über das, was sich im letzten halben Jahr durch die Supervision verändert hat und holen die Früchte unserer Arbeit ab. In diesem Zusammenhang beschreibt sie, dass sie eine eigene Sprache und Handlungsform für ihre Werte gefunden hat, und erzählt mir dazu folgendes Beispiel: In ihrer Klasse gibt es ein 13-jähriges Mädchen, dem es in diesem Jahr immer schlechter gegangen sei. Als sie anfing, sich selber zu verletzen, habe sie sich eigenständig entschieden, in eine Klinik zu gehen; sie wußte,…

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Musik ist so mächtig wie die Liebe

Ich habe gerade bei TED ein wirklich bemerkenswertes Video gesehen. Emmanuel Jal gehörte zu den Kindersoldaten, die im Sudan eingesetzt worden sind. Nach 5 Jahren im Krieg wird er verletzt, von europäischen Entwicklungshelfern gerettet und lernt Emma Cun kennen. Sie führt ihn in die Welt der Musik und schenkt ihm damit einen Weg in die Liebe. Heute ist er ein Hip-Hop-Star und kämpft mit seiner Musik für die Kinder in Kriegsgebieten. Bei TED erzählt er seine Geschichte – und singt sein Lied. Ich finde es unglaublich, welche Kraft ihm ein einziger Mensch und die Musik geschenkt haben. Durch Emma Cun…

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Gute Schule braucht Zivilcourage?

Die bayrische Schulbehörde hat eine Grundschul-Lehrerin strafversetzt, weil ihr Unterricht zu spannend war, die Schüler zu viel Freude am Lernen und daher – im Vergleich zu den Parallelklassen – zu gute Noten hatten. Jetzt hat Sabine Czerny (wohlverdient) einen Preis für Zivilcourage bekommen… und ich freue mich über jeden Menschen, der in seiner Leidenschaft unbestechlich bleibt. Doch das heißt ja dann wohl auch, dass wir inzwischen Zivilcourage brauchen, um Kinder zu fördern und gute Schule zu machen – oder? Irgendwie macht mich diese gute Nachricht traurig.