Beate Stöckler gibt den Chancenlosen eine Chance.

3 Söhne hat sie groß gezogen und einen guten Job bei der Bank hinter sich gelassen, bevor sie mit 40 Jahren in den Schuldienst trat. Gleich zu Beginn war ihr klar, hier läuft etwas falsch. 2o Jahre hat es gebraucht bis ihre Vision Wirklichkeit wurde und dabei war ihr keine Anstrengung zu groß. Sie wollte  Jugendliche erleben, die begeistert lernen. Sie wollte sie lachen sehen. Sie hat es geschafft. Sie hat sich mit ganzem Herzen für sie interessiert und hat damit wieder ihr Interesse am Leben geweckt. Die Dokumentation  Die vergessenen Schüler zeigt auf beeindruckende Weise, wie diese Frau, mit…

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Jeremy Rifkin: Die Empathische Zivilisation

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Jeremy Rifkin ist mir dadurch aufgefallen ist, dass er als Amerikaner so viel Augenmerk auf die historische Entwicklung des europäischen Bewusstseins hat, und auf unseren – seiner Meinung nach – wichtigen Beitrag für die globale mitmenschliche Zukunft. Nun ist sein neustes Buch Die empathische Zivilisation erschienen. Ich habe mich über einige ziemlich polemische Artikel über dieses Buch gewundert, denn ich kenne Rifkin als einen intelligenten und differenzierten Autor. Schließlich wollte ich es wissen, habe mir das Buch gekauft und es selber gelesen. Als ich einmal mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Rifkin…

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Robert Enke wirkt auf dem Schulhof

Diese Woche kam eine Lehrerin zu mir ins Coaching, die sich seit einiger Zeit in unserem Institut supervidieren lässt. Wir sprechen über das, was sich im letzten halben Jahr durch die Supervision verändert hat und holen die Früchte unserer Arbeit ab. In diesem Zusammenhang beschreibt sie, dass sie eine eigene Sprache und Handlungsform für ihre Werte gefunden hat, und erzählt mir dazu folgendes Beispiel: In ihrer Klasse gibt es ein 13-jähriges Mädchen, dem es in diesem Jahr immer schlechter gegangen sei. Als sie anfing, sich selber zu verletzen, habe sie sich eigenständig entschieden, in eine Klinik zu gehen; sie wußte,…

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Gute Schule braucht Zivilcourage?

Die bayrische Schulbehörde hat eine Grundschul-Lehrerin strafversetzt, weil ihr Unterricht zu spannend war, die Schüler zu viel Freude am Lernen und daher – im Vergleich zu den Parallelklassen – zu gute Noten hatten. Jetzt hat Sabine Czerny (wohlverdient) einen Preis für Zivilcourage bekommen… und ich freue mich über jeden Menschen, der in seiner Leidenschaft unbestechlich bleibt. Doch das heißt ja dann wohl auch, dass wir inzwischen Zivilcourage brauchen, um Kinder zu fördern und gute Schule zu machen – oder? Irgendwie macht mich diese gute Nachricht traurig.

Süße Demokratie

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Gestern klopfte es an meiner Haustür und der Bauer, auf dessen Hof ich wohne fragte mich bzw. uns – Christiane war zu Besuch – ob wir Lust haben mitzuerleben, wie der Imker seine Bienen wieder einfängt. Natürlich wollten wir dabei sein und wissen was geschehen ist. Eine neue Königin ist geboren worden. Die alte Königin wußte instinktiv, das sie ihren Platz räumen muß und ist davon geflogen. In ihrer Gefolgschaft Hunderte von Honigbienen.  Sie hat unmittelbar den nächstliegenden Baum angesteuert und es sich mit ihrer Bienentraube  gemütlich gemacht. Ausgerüstet mit mässiger Schutzkleidung, einer Sprühflasche mit Wasser, einem Holzkasten und einer…

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Krisen als Chancen zur Transformation

Mit Krisen scheint es uns so ähnlich zu gehen, wie mit traumatischen Erfahrungen. Noch vor einigen Jahren konnte man dieses Wort nicht benutzen, ohne mit psychischen Exzentrikern in einer Schublade zu landen. Inzwischen ist Trauma zu einem wertvollen Wort geworden. Es hilft uns zu verstehen, wie es Kindern geht, die im Krieg aufgewachsen sind… Wie es Menschen nach dem Tsunamie erging… Wie Eltern und Lehrer mit einem Amoklauf leben… Und wie Soldaten nach einem Kriegseinsatz weiterleben… Inzwischen ist auch die Krise gesellschaftsfähig geworden. Und fast jeder kann sie mit persönlichen Erfahrung aus seinem eigenen Leben verbinden. Wir erleben mehr und…

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Medienkompetenz in der Grundschule

In England plant man, dass Kinder nach Beendigung der Grundschulzeit, das Schreiben auf dem Computer genauso beherschen, wie das Schreiben mit der Hand. Das Fach Medienkompetenz wird bald ein Unterrichtsfach auf der Insel eingeführt. Kinder sollen früh lernen mit den Web 2.0 Tools um zugehen und das Netz als Informationsquelle zu nutzen. In der süddeutschen Zeitung fragt  Philipp-Mattheis die Leser, was sie von der Idee halten. Ich finde es wunderbar, dass Kinder früh und spielerisch an die neuen Medien heran geführt werden. Medienkompetenz sollte heute ein Bestandteil des Allgemeinwissens sein. Die Kinder werden sowieso an jeder Ecke mit dem Computer…

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Der verlorene Geschmack

Ich habe mich schon oft gefragt, wo eigentlich der Geschmack der Tomaten geblieben ist… Bei ZEIT online entdeckte ich die Video-Serie Dr. Max erklärt die Welt. Dort werden interessante wissenschaftlicher Erkenntnisse alltagstauglich erklärt. In seinem letzten Video erläutert Dr. Max, dass Tomaten ihren Geschmack verlieren, weil sie in einer Umgebung aufwachsen, die sie verwöhnt und unterfordert. Sie wurzeln nicht mehr in der Erde, sondern in Steinwolle. Sie werden regelmäßig mit Nährlösungen versorgt. Ihnen geht es einfach zu gut. Sie müssen keinerlei Stress mehr durchleben – und verlieren damit ihren Geschmack und ihre Originalität. Uns Menschen geht es wie den Tomaten….

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Abi im Alleingang – aber gemeinsam.

Zehn Freiburger Schüler haben im letzten Jahr entschieden, sich von ihrer Schule zu verabschiedet und sich extern auf ihre Abiturprüfung vorzubereiten. Sie waren gefrustet vom Unterricht im 45-Minuten-Takt, der wenig Raum lässt für Lernen im eigenen Rhythmus. Sie sind 19 Jahre alt. Sie haben gemeinsam das selbstbestimmtes Lernen gewählt. Sie riskieren etwas – für ihre Zukunft. Wenn sie ihr externes Abi nicht schaffen, erhalten sie lediglich den Hauptschulabschluss. Sie haben einen Verein gegründet (deren Satzung wirklich lesenswert ist), sie haben einen Raum gemietet und Lehrer angeheuert. Am Anfang waren viele skeptisch, ob sie Lehrer finden werden, die sie bei diesem…

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Ostern einmal anders

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Ich wünsche allen Lesern ein frohes und gesegnetes Osterfest. Ostern bedeutete für mich als Kind, die Familie kommt zusammen, es gibt gefärbte Eier zum Frühstück, im Garten ist die Schokolade versteckt und die Wohnung ist mit vielen Blumen und Osternestern dekoriert. Ich habe es geliebt. Wie ihr seht, gibt es bei mir immer noch gefärbte Eier, ein Osternest und einen prachtvollen Osterglockenstrauß. Eines hat sich im Laufe der letzten 10 Jahre geändert – meine Haltung gegenüber Ostern. Ich habe mich in meinen Kinderjahren von Gott vollständig verlassen gefühlt. Der Glaube hat mir keinen Halt gegeben, im Gegenteil für mich war…

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