Frieden beginnt im Körper

Wie liebt man sich selbst? Diese Fragen hat mich viele Jahre beschäftigt. Ich bin in einer Zeit und in einer Familie aufgewachsen, in der Nächsten-Liebe ein hohes Ideal war, und Selbst-Liebe als eine Form des Egoismus galt. Inzwischen weiß ich – auch aus schmerzlichen Erfahrungen, dass Frieden immer mit Selbstannahme beginnt. So hat mich dieses Video tief berührt und bewegt. Thich Nhat Hanh gibt auf die Frage ‚How do I love myself?‘ eine verblüffend einfache Antwort:  First you breathe in, than be aware of your body. Dieser stille, weise Mann aus Vietnam berührt mich. Sein Sprechen ist eine Form des…

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Freude im Alltag entdecken

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Seit 4 Wochen trage ich täglich meine Freude-Brille. 365 Tage sollen es werden. Jeden Tag ein Foto machen, von etwas, was mir Freude macht. Bewusst eintauchen in meine Vorstellungen von Freude, und die Kollision mit der Realität erleben. Inspiriert hat mich Kaileigh Fryer. Die junge Australierin wurde vor einem Jahr, mit gerade mal 19 Jahren, durch einen Unfall aus dem Leben gerissen. Ihre Familie hat nach ihrem Tod eine Liste mit 49 Wünschen gefunden. Es sollten eigentlich 50 werden. Für den letzten blieb ihr keine Zeit mehr. Vielleicht ist ihre Familie gerade dabei ihren letzten Wunsch wahr werden zu lassen….

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Wer nicht denken will, fliegt raus

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Dieser Satz von Joseph Beuys (1977) ist bis heute brisant und aktuell. Joseph Beuys hat für mich auf beeindruckende Weise Denken, Kunst und politisches Handeln miteinander verbunden. Für ihn war das Denken eine plastische Skulptur, ein Kunst-Werk, eine Tat. Ich liebe dieses Zitat auf einer Postkarte von ihm. Präziser kann man die Folgen unserer Gedankenlosigkeit nicht beschreiben: Wer nicht selber denkt, fliegt aus seiner eigenen Umlaufbahn heraus. Unsere Fähigkeit zu denken und die Wirkung unserer Gedanken werden in der Regel massiv unterschätzt. Da das Machen und Funktionieren bei uns so hoch im Kurs steht, bleibt für das Nachdenken, Vordenken, Querdenken,…

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Was Neues riskieren

Was für eine Erkenntnis mit über 50 Jahren: Dass wir die Dinge in der Regel immer so tun, wie wir sie (40 Jahre zuvor) gelernt haben. Dass wir sie auch anders tun können – und dabei neue Aspekte der Wirklichkeit erkennen. Mich hat das Video dazu ermutigt, jeden Tag irgendetwas anders zu machen als sonst. Ich habe inzwischen auf der anderen Seite des Bettes geschlafen… Meine Zähne immer wieder mal mit Links geputzt… Auf der gegenüberliegenden Seite meines Schreibtisches gearbeitet… Die gefragt, die sich Rat bei mir holen… Mich mutig angezweifelt, wo ich sicher war… Mich mutig hingestellt, wo ich…

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Der Körper als Terra incognita in der Beratung

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Als ich einen Anruf von der Zeitschrift OrganisationsEntwicklung bekam und Caspar Fröhlich mich fragte, ob ich nicht einen Artikel über die Bedeutung des Körpers in der Beratung schreiben wollte, war ich erst mal sprachlos. Die ZOE ist eine Zeitschrift für Berater, Organisationsentwickler und Coaches, in der Innovatives und Grundlegendes praktisch und konkret aufbereitet wird. Aber mit dem Körper wollte er eine Thema ansprechen, dass in Organisationsberatungen nach wie vor weitestgehend unbeachtet ist. In unserer SONNOS-Arbeit war der Körper von Anfang an ein grundlegendes Element. Er ist Bestandteil unseres Transformationsmodells und der Kompetenzmatrix. Er verkörpert die physische Seite unseres Bewusstseins. Er…

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Ubuntu: Ich bin, weil es euch gibt

In Ubuntu verbinden sich Gemeinschaft und Individuaität auf eine Weise, die wir in Europa kaum kennen. Selbst-Entwicklung steht hier im Dienst für die Gemeinschaft. Die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens ist dann: Wie kann ich mit meiner Entwicklung der Gemeinschaft und dem Leben dienen? Das motiviert Menschen zu großen Taten. Das bettet ihre Fähigkeiten ein in einen tieferen Sinn. Das gab Nelson Mandela die Kraft, 30 Jahre im Gefängnis zu sein – ohne bitter und hart zu werden. Für mich ist es der Wind unter den Flügeln. Es inspiriert mich, mich immer wieder ins Nicht-Wissen zu bewegen, und…

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Mitgefühl in Alltag und Forschung

Bereits vor 2,5 Jahren hat Prof. Dr. Tania Singer vom Max-Planck Institut zu einem multidisziplinären Workshops in Berlin eingeladen. Der Künstler und Gastgeber Olafur Eliasson hieß die Experten aus der ganzen Welt in seinem Atelier willkommen. In der kreativen und warmen Atmosphäre tauschten sich Neurowissenschaftler, Psychologen, Praktiker, Künstler und buddhistische Mönche zu der Frage ‚How to train Compassion‘ aus. Am Ende des Workshops hatten alle Teilnehmer den Wunsch, das Wissen und die Erfahrungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Herausgekommen ist das eBook: Mitgefühl im Alltag und Forschung. Dank der Unterstützung des Max-Plank-Institut und der großzügigen Mitarbeit aller Beteiligten, ist es kostenfrei…

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Selbstführung als Weg der Integration

Als 2012 unser Buch erschien und wir unsere Pressemitteilungen rausgeschickt hatten, bekamen wir von der Zeitschrift Managerseminare die Anwort: Selbstführung – das interessiert uns nicht. Jetzt ist von ihnen die Ausgabe ‚Selbstführung – Der innere Lotse‘ erschienen. Innerhalb von nur einem Jahr hat sich also das Blatt gewendet… Als wir vor 12 Jahren begannen, uns mit emotionaler Selbstführung zu beschäftigten, war das für die meisten ein ‚Fremdwort‘, mit dem niemand so recht etwas anfangen konnte. Heute gehört Selbstführung zum Standard-Repertoire eines jeden Führungskräftetrainings. Bei den zunehmenden Anforderungen eines Führungsalltags wird es immer wichtiger, sich im Umgang mit den eigenen Grenzen…

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Bewegte Worte

John Bohannon hat bereits 2011 in seinem Ted-Vortrag Wissen und Bewegung kombiniert. Die Tänzer übersetzen seine Worte in bewegte Bilder.  Hören, sehen, fühlen und spüren – sprechen gleichzeitig unterschiedliche Sinne an. Seit ich den Vortrag das erste Mal erlebt habe, stelle ich mir vor, wie wohl die Choreograhie entstanden ist. Wie sich das Wissen in Bewegung gesetzt hat. Wieviel Freude so ein sinnlicher Prozess macht… Gleichzeitig erlebe ich, wie sich mein eigenes Wissen in neue Bilder bewegt. Wie neue Fragen entstehen und ich nach Antworten suche. Mein Begeisterungsnerv ist getroffen! Christiane Windhausen und ich suchen schon länger nach unserer kombinierten…

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Das flüssige Ich – Ein Buch hat Folgen

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So ein Buch entwickelt wirklich sein eigenes Leben. Es zieht hinaus in die Welt und findet seinen Weg zu den unterschiedlichsten Menschen. Es wird zum Geschenk, zum Tipp, zur Empfehlung. Manchmal führt es sogar zu uns zurück. Dann klingelt plötzlich das Telefon und wir erfahren, wie wir jemand mit unserem Buch berührt und bewegt haben. Oder wir erhalten eine Mail, in der uns jemand für eine Veranstaltung anfragt… Da ist zum Beispiel Silvia Richter-Kaupp, die in Karlsruhe ein Berater-Netzwerk aufgebaut hat, über das sie regelmäßig Konferenzen organisiert. Nachdem sie unser Buch gelesen hat, hat sie mich für einen Vortrag auf…

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