Ein Date mit dem Bindegewebe

Wenn das eigene Buch geschrieben ist, ist es erstmal abgeschlossen. Damit es weiter in uns lebt, schlagen wir es immer mal wieder auf und lesen uns vor. Eine Bank unter einem Baum ist ein wunderbarer Platz, um über die eigenen Worte zu staunen und sie nochmal neu laut zu denken.

 

In den vielen Jahren, in denen wir uns nun mit individueller Potenzialförderung beschäftigen, haben wir immer wieder erlebt, dass transformatorische Veränderungsprozesse nur dann nachhaltig sein können, wenn sie sowohl unser Denken und unsere Emotionen, als auch unseren Körper mit einbeziehen.

Glaubenssätze und emotionale Verhaltensmuster führen auf der Körperebene zu verfestigten Gewebestrukturen und Spannungen. Erst wenn wir die somatischen Strukturen auf der Körperebene ‚verflüssigen‘, wird eine nachhaltige Verhaltensänderung möglich. Dann bleiben Einsichten und Erkenntnisse nicht nur im Kopf, sondern können sich auch verkörpern.

Rolfing ist natürlich nur eine von vielen möglichen Arten von Körperarbeit. Auch in der Osteopathie und der posturalen Integration wird zum Beispiel mit den Faszien gearbeitet. Die Arbeit am Bindegewebe ist nicht für jeden und zu jeder Zeit sinnvoll. Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt dazu zu wählen. Und am besten haben wir dann jemanden an unserer Seite, der die Informationen, die dabei vom Körper (unterbewusst) in unsere bewusste Wahrnehmung freigesetzt werden, für uns so übersetzen kann, dass sie Sinn machen und Richtung geben.

Alle, die gerne ein bisschen tiefer in die Fazienforschung eintauchen möchten, finden in diesem Artikel einen guten Überblick über Robert Schleips Forschungsergebnisse.

Wer einen qualifizierten Rolfer/ Rolferin sucht, findet auf der offiziellen Rolfingseite alle notwendigen Informationen. Neben der fachlichen Kompetenz ist natürlich die persönliche Chemie mindestens genauso wichtig. Aus viel Erfahrung wissen wir, wie wichtig – gerade bei der Körperarbeit – eine genaue Wahl ist.

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