Forschungs-Wochenende Körper
Christiane und ich haben am letzten Wochenende zu einem Forschungstreffen zum Thema Körper eingeladen. Dieses Mal waren Maike und Sabine dabei. Maike ist Yoga-Lehrerin – mit einem Schwerpunkt auf Hormon-Yoga. Sabine ist Ärztin in einer Psychosomatischen Klinik und erkundet die Verbindung zwischen unserem physischen Körper und unserem energetischen Körper.
In meinen vier Wänden auf dem Gut Kistemacherhof haben wir es uns gemütlich gemacht. Es war ein interessantes, spannendes und sehr inspirierendes Wochenende. Verschiedene Sichtweisen zum Thema Körper sind zusammengekommen und haben neue Türe geöffnet. Unser Traum vom Lernen in Kombinationen bekommt langsam Füße und wird Wirklichkeit.
Wir hatten viel Spaß. Das sieht man doch, oder?
Das nächste Forschungs-Wochenende ist schon geplant.
Jetzt sind wir erst einmal gespannt, wie die gemeinsamen Erkenntnisse unsere Arbeit befruchten werden.


Inga Oltersdorf
20. November 2007
Wie genial, ich bin mir sicher, dass Riesenfrüchte aus eurer gegenseitigen Inspiration wachsen werden. Ich bestaune die schönen Bilder, sehe und fühle, dass euer Forschungs-Wochenende viel Spaß gemacht hat.
Claudia
20. November 2007
Woah – das klingt nach Inspiration pur! Euer Spass am Forschen ist fühl- und sichtbar!! Ich wünsche Euch bei Eurem Projekt weiterhin viel Freude …und ich bin natürlich sehr gespannt, was sich daraus entwickelt, denn meine Neugier und Lust an Körperarbeit ist geweckt!
Christiane Windhausen
21. November 2007
Das Wunderbare an dem Lernen in Kombination ist für mich, dass aus Unterschieden Inspirationen und Befruchtung wachsen. Jede von uns bestaunt bestimmte Körper-Wunder… Jede von uns hat andere Facetten davon erforscht und vertieft… Jede von uns bringt ihre eigenen Fragen ins Spiel…
So sind neue Sichtweisen aufgetaucht und Differenzierung ist entstanden. Mein Mitgefühl für individuell sehr unterschiedliche Körperprozesse ist gewachsen. Meine Gelassenheit auch. Ich spüre, dass das, was als Symptom oder Problem erscheint, auf einer anderen Ebene Gnade und Entwicklungsförderung bedeutet.
Nach unserem Wochenende ist mir – gerade für die Führung und Begleitung von jungen Menschen – sehr wichtig geworden, zu unterscheiden, wo ihre seelische Beunruhigung entstanden ist: mental, emotional, physisch oder energetisch. Überall dort, wo wir nicht genau differenzieren, greifen wir zu Pauschal-Lösungen. Und die sind selten heilsam…
Joachim Zischke
21. November 2007
Was, bitte, bedeutet “Lernen in Kombination”? Das ist neu für mich, aber ich lerne gerne dazu :wink:
Inga Oltersdorf
21. November 2007
Ich bin fasziniert von der Art und Weise, was Körperarbeit für euch alles bedeutet, was mit einbezogen wird. Ich habe Lust bekommen, in meinem meinen eigenen Körper, der auf meinem Weg wie ein “Kompass” immer da ist, zu erforschen, mich ihm anzuvertrauen und seinen Bedürfnissen auf den Grund gehen….
maike strunk
22. November 2007
Aufmerksamkeit heilt – das ist der Lehrsatz der mich seit unserem gemeinsamen Wochenende begleitet. Da, wo ich mich ganz mitbringe, steigt meine Wirkkraft. Informationen werden über das Bindegewebe bis in die kleinsten Zellen transportiert – alles ist miteinander verbunden. Das, was die Yogaphilosophie lehrt, noch einmal mit anderen, medizinisch-wissenschaftlichen Augen zu betrachten und sich heranzutasten an so feine Unterscheidungen über die Manifestationen von Gefühlen im Körper war sehr inspirierend für mich. Ich bin sehr glücklich, dass unsere gmeinsame Reise in die Körperwelten weiter gehen wird.
Christiane Windhausen
23. November 2007
@ Maike
Hurra, du bist drin – und dabei! Was für ein mutiger Sprung…
Seit unserem Wochenende beschäftigt mich auch die Wirkung von Aufmerksamkeit. Ich frage mich zum Beispiel, was die Schlüsselkompetenzen dieser Jetzt-Fähigkeit sind… Auf jeden Fall brauchen wir dazu unseren Körper (Wurzeln, Ahnen), unserer Herz (Zu-Neigung, Mitgefühl, Eindeutigkeit) und unseren Geist (Wahrnehmungskraft, Interesse). Erst in der Kombination dieser Aspekte und durch ihre Verfeinerung entsteht, glaub ich, die Heilkraft.
So weit bin ich bis jetzt. Mal sehen, wohin mich und uns das Thema noch führt…
Christiane Windhausen
23. November 2007
@ Joachim Zischke
Bei allem in unserem Institut geht es um die Entwicklung von Kombinationsfähigkeit. Einer unserer Leitsätze ist: Ins Eigene kommen wir nur in Kombination mit anderen.
Birgit-Rita Reifferscheidt und ich sind in vielen Aspekten sehr ‚anders’ und unterscheiden uns. Das haben wir mit der Zeit als unser größtes Vermögen schätzen gelernt. Miteinander erleben wir, dass durch Reibung (zwischenmenschliche) Wärme entsteht.
Das ‚Lernen in Kombination’ geht daher in unserem Verständnis über das übliche gemeinsame Lernen hinaus. Es setzt voraus, dass jeder seine Grenzen kennt und zu dem stehen kann, was er nicht kann. Die meisten Menschen verbinden sich nur über ihre Stärken und suchen darin eine Bestätigung. Nicht viele Menschen können sich über ihre Schwächen kombinieren – ohne dass sie an Wert verlieren. Dabei sind es gerade die Dinge, die wir nicht können, die eine Kombination mit Anderen fruchtbar und wirksam werden lassen – im Lernen, im Lieben, im Leben.
Birgit-Rita Reifferscheidt
24. November 2007
@Maike
Ich freue mich sehr dich hier zu treffen. Ich weiß wie viel Mut es braucht zu kommentieren – den Button “senden” zu drücken. Etwas war größer, als die Angst – ich glaube es liegt daran, das Du etwas zu teilen hast. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Zeilen von dir.
Ich habe das Gefühl, wir haben an unserem Wochenende gesät und jetzt ist Erntezeit. Mich beschäftigt die Verbindung zwischen physischen Körper und energetischen Körper. Auch ich mache die Erfahrung, dass Aufmerksamkeit alles verbinden kann, was getrennt ist. Allerdings nicht nur meine.
Ich bin noch nicht in der Sprache für all die Erfahrungen, die ich gerade mache angekommen. Es braucht noch Zeit.
Joachim Zischke
24. November 2007
@Christiane Windhausen
Danke für diese Hinweise.
Ihre Leitsätze … dass aus Unterschieden Inspirationen und Befruchtung wachsen. und Ins Eigene kommen wir nur in Kombination mit anderen. sind wichtige Grundlagen für Veränderungsprozesse.
Beste Grüsse, jz
maike strunk
24. November 2007
@ Christiane
Ich glaube, um die Schluesselkompetenzen dieser Jetztfaehigkeit nutzen zu koennen, duerfen wir nicht in Gefuehlen wie Hader oder Angst verstrickt sein, denn wenn wir mit unserer Situation hadern, sind wir gedanklich in der Vergangenheit und bei der Angst meistens in der Zukunft. Ganz im Jetzt zu sein, setzt eine offene, vertrauensvolle Haltung voraus, einen ungestoerten Zustand der Verbundenheit, in dem wir heilsam wirken koennen.
maike strunk
24. November 2007
@ Birgit-Rrita
…der erste Schritt ist, wahrzunehmen, dass etwas getrennt ist und das anzunehmen….
Tamara
19. Februar 2009
Das muss wirklich super gewesen sein …
Auf entdeckungsfahrt zum eigenen Körper!!